Seit nun mittlerweile einem halben Jahr absolviere ich mein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Forstamt Weilrod. Nach meinem Abitur war es mir wichtig, zunächst praktische Erfahrungen zu sammeln, anstatt direkt ein Studium zu beginnen. Da ich mich schon vor dem FÖJ sehr für den Wald und das Berufsfeld des Försters interessiert habe, war die Entscheidung für ein FÖJ für mich perfekt, um herauszufinden, ob dieser Berufsweg zu mir passt.
Den Großteil meiner Zeit bin ich gemeinsam mit der Revierleitung im Revier Wiesental unterwegs. Dadurch erhalte ich einen umfassenden Einblick in die Tätigkeiten und den Arbeitsalltag einer Revierleitung. Mir wird sehr viel gezeigt und ausführlich erklärt, wodurch ich bereits viel lernen konnte. Ich durfte schon bei Pflanzaktionen, dem Markieren von Bäumen für die Fällung, der Holzaufnahme, der Jagd sowie vielen anderen Dingen mitwirken. Zudem erledige ich auch eigenständig Aufgaben im Revier, wie zum Beispiel Einzelschutz auf- und abbauen, Rückegassen aufnehmen oder kleinere anfallende Arbeiten.
Wenn ich nicht mit der Revierleitung unterwegs bin, arbeite ich zusammen mit dem anderen FÖJler Tim in verschiedenen Revieren rund um das Forstamt. Dabei übernehmen wir gemeinsam Aufgaben wie die Kontrolle von Zäunen, das Sprühen von Trico, den Abbau von Einzelschutz, Pflanzungen oder den Bau eines Hochsitzes zusammen mit den Forstwirten. Auch bei Baumfällungen waren wir schon mit dabei. Im Bereich der Waldpädagogik konnte ich zudem bereits erste Einblicke sammeln. So war ich bei zwei Führungen im Rahmen der Ferienspiele in Ober Mörlen sowie bei einer Führung für eine Schulklasse im Hessenpark dabei. Außerdem habe ich bei Veranstaltungen wie den Klimatagen in Rod an der Weil oder dem Laurentiusmarkt einen guten Eindruck von der Öffentlichkeitsarbeit bekommen.
Besonders hervorzuheben ist außerdem die Lage des Forstamtes im Schloss Neuweilnau, die das Arbeiten dort sehr besonders macht.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil meines FÖJs sind die Seminare der Diakonie, an denen man verpflichtend teilnimmt. Dort kann man sich mit anderen FÖJlerinnen und FÖJlern über verschiedene Themen und die unterschiedlichen Einsatzstellen austauschen. Neben den inhaltlichen Themen unternimmt man dort auch viel gemeinsam, wodurch neue Freundschaften entstehen.
Rückblickend auf das letzte halbe Jahr habe ich viel über die Forstwirtschaft, ökologische Zusammenhänge und praktische Tätigkeiten im Wald gelernt. Die abwechslungsreiche Arbeit im Wald macht mir viel Spaß und hat mein Interesse an diesem Berufsfeld weiter gestärkt. Ich fühle mich im Forstamt sehr gut aufgehoben und freue mich auf die kommenden Monate sowie auf weitere Erfahrungen rund um den Wald.
(Emily Fritz, FÖJ)
Forstamt Weilrod
FÖJ im Forstamt Weilrod
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