Rebhuhn

Neues aus dem Tierreich

Vogel des Jahres zieht ein

Der Wildpark freut sich, einen ganz besonderen Neuzugang bekannt zu geben: Das Rebhuhn (Perdix perdix), der Vogel des Jahres 2026 ist ab sofort in unserer Anlage zu sehen.

Das Rebhuhn gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und ist ein typischer Bodenbrüter. Ursprünglich in den Steppen Eurasiens beheimatet, findet es in unserer Kulturlandschaft offene Felder, Wegränder und Heckenstrukturen als Lebensraum. Rebhühner leben meist in kleinen Gruppen, sogenannten Ketten, und ernähren sich überwiegend von Sämereien, Kräutern und Insekten.

Besonders auffällig sind ihr gedrungener Körperbau, das graubraune Gefieder mit einer markanten braunen Brustbinde und der kupferfarbene Kopf – perfekte Tarnung in Gras und Getreidefeldern. Im Frühjahr legt das Weibchen bis zu 20 Eier in eine gut versteckte Mulde am Boden, aus denen nach rund drei Wochen die Küken schlüpfen. Diese sind bereits kurz nach dem Schlüpfen selbstständig und folgen den Eltern bei der Nahrungssuche.

Das Rebhuhn spielt im Ökosystem der offenen Kulturlandschaft eine wichtige Rolle. Es ist ein Zeiger für intakte Agrarlandschaften – sein Vorkommen steht im engen Zusammenhang mit einer vielfältigen, strukturreichen Umwelt. Als Insektenfresser leistet das Rebhuhn zudem einen Beitrag zur Schädlingskontrolle.

Leider sind die Bestände des Rebhuhns in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen (Minus 80 %). Ursachen sind der Verlust der Lebensräume durch intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und das Verschwinden von Hecken und Feldrainen.

Mit der Ankunft dieser faszinierenden Tierart möchten wir nicht nur zur Erhaltung der Art beitragen, sondern auch ein Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Landwirtschaft fördern.

 

Rothirsch: Tier des Jahres 2026!

Der Rothirsch ist das Tier des Jahres 2026! Mit seiner majestätischen Erscheinung und seinem beeindruckenden Geweih hat er sich gegen seine Mitbewerber Hermelin und Goldschakal durchgesetzt.

Auch der Rothirsch (Cervus elaphus) ist ein wichtiger Teil unseres Ökosystems. Der Rothirsch gehört zum Bewegungstyp des schnellen Läufers. Sein Körperbau und sein Verhalten kennzeichnen ihn als ausgesprochenes Fluchttier. Der aus lichten Wäldern stammende Hirsch ist hochbeinig, langhalsig, besitzt ein äußerst gutes Seh-, Riech- und Hörvermögen und lebt meist in kleinen der Sicherheit dienenden Gruppen. Sein gesamtes Wesen ist darauf ausgerichtet, sich in verhältnismäßig futterarmen Lebensräumen bei ständiger Anwesenheit von Feinden zu behaupten, um sich bei günstiger Gelegenheit sofort explosiv auszubreiten.

Da der Rothirsch naturnahe Lebensräume kaum mehr vorfindet schält er die Rinde von Bäumen und verbeißt die Knospen der Jungpflanzen, da er neben Gras und krautigen Pflanzen einen hohen Bedarf an pflanzlichen Rohfasern hat mit schweren Folgen für unsere Wälder.

Um die Herausforderungen zu meistern benötigt der Rothirsch mehr Grünbrücken und einen besseren Schutz seiner Lebensräume, denn Autobahnen, Bahntrassen und Kanäle verhindern den genetischen Austausch zwischen einzelnen Populationen. Der genetische Austausch ist für den Erhalt dieser edlen Tierart aber dringend erforderlich.

Unser Rudel von über 20 Tieren lässt sich bei uns zu jeder Tages- und Jahreszeit in seinem großzügigen Gehege bestens beobachten.

Rothirsch

Schlagworte zum Thema