Ein Bach im Herbstwald.

Erfahrungsbericht Bachpflege

FÖJ im Einsatz

Im Rahmen meines Freiwilligen Ökologischen Jahres beim Forstamt Königstein hatte ich bereits im Frühjahr die Gelegenheit, an einer Besonderen und zugleich wichtigen Maßnahme teilzunehmen: der Freiräumung eines Baches bei Eppstein. Ziel dieser Aktion war es, den Lebensraum für verschiedene wassergebundene Arten - insbesondere Libellen - zu verbessern und langfristig zu sichern.

Schon früh am Morgen traf sich unser kleines Team am Waldrand. Nach einer kurzen Einweisung ging es direkt los. Der Bach war in vielen Abschnitten stark zugewachsen, teilweise durch umgestürzte Äste, dichtes Gestrüpp und angesammeltes Totholz blockiert.

Was auf den ersten Blick naturnah wirkte, stellte sich bei genauerem Hinsehen als Problem heraus, da zum Beispiel der Bach zu stark abgebremst oder Einflugschneisen für Libellen blockiert wurden.

Beim Freiräumen selbst war Fingerspitzengefühl gefragt: Es ging nicht darum, „aufzuräumen", sondern gezielt ein Gleichgewicht herzustellen. Einige Strukturen wie Totholz wurden bewusst erhalten, da sie wichtige Rückzugsorte bieten. Andere Hindernisse entfernten wir, um den Wasserfluss wieder zu verbessern und mehr Licht auf die Wasseroberfläche zu lassen.

Ein echtes Highlight war die Sichtung eines Feuersalamanders - eine eher seltene Begegnung. Solche Momente machen einem deutlich, wie schützenswert diese Lebensräume sind.

Fabian (FÖJ)

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