Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die Brennhaare sind mikroskopisch klein und brechen selbst bei leichtem Wind. Nicht zu verwechseln mit den sichtbaren Haaren.

Eichenprozessionsspinner

Bitte sei achtsam in der Nähe von Eichen!

In den Eichenbeständen des Forstamts Melsungen sind zurzeit vermehrt Eichenprozessionsspinner aktiv. Die kleinen Tiere haben ein faszinierendes Sozialverhalten – aber Achtung: Die behaarten Raupen und ihre Gespinstnester sind eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr für alle, die im Wald unterwegs sind.
 
Die Brennhaare der Raupen und Nester können bei Kontakt mit unbedeckter Haut ein Nesselgift freisetzen. Hierdurch kommt es bei Menschen und Tieren zu juckenden Hautreaktionen. Da die Brennhaare durch den Wind verbreitet werden, kann auch das Einatmen zu Symptomen wie Atemnot oder Asthmaanfällen führen.

Sei deshalb bei Deinem Waldspaziergang aufmerksam: Bitte meide die Bereiche mit Warnschildern oder Absperrungen und fasse die Raupen und Nester nicht an. Zum vorbeugenden Schutz empfiehlt sich lange Kleidung, die auch den Nacken bedeckt. Nimm Deinen Hund in betroffenen Bereichen an die Leine, damit er nicht versehentlich an herabgefallenen Nestern schnuppert. Kommt es dennoch zu einem Kontakt mit den Brennhaaren, sollte die Haut nicht gekratzt und die Kleidung umgehend heiß gewaschen werden. Bei Atemnot oder stärkeren Beschwerden ist ärztliche Hilfe erforderlich.

Da der Eichenprozessionsspinner eine sogenannte „waldtypische Gefahr“ ist, findet grundsätzlich keine Entfernung der Raupen statt. An besonders stark betroffenen Hotspots kann es deshalb auch zu Wegesperrungen kommen.
 

Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners an einer Eiche
Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners an einer Eiche

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