Die Beteiligten posieren auf der Pflanzfläche für ein Foto.

Ein Bäumchen für den guten Zweck Familie Gonder gestaltet aktiv den Wald von Morgen

Einen nicht ganz alltäglichen Termin hatten kurz vor Ostern Familie Gonder und Mitarbeiter des Hessischen Forstamtes Romrod im Wald zwischen Romrod und Alsfeld. Dort wurden, Dank einer privaten Spende von Gerd und Beate Gonder im Rahmen des Umbaues hin zu einem klimastabilen Wald, 200 Bäume gepflanzt.

Anlässlich ihrer Feier zum 60. Geburtstag, hatten sich Gerd und Beate Gonder aus Altenburg entschlossen, einen positiven Beitrag für eine lebenswerte Umwelt zu leisten und eine Spende von 1000,-€ zur Pflanzung klimastabiler Bäume zur Verfügung zu stellen. Wunsch dabei war, die Spende zur Wiederbewaldung von Schadflächen möglichst regional einzusetzen.

Der zuständige Förster Rolf Fischer, Revierleiter der Försterei Schwalmtal, kam der Bitte sehr gerne nach und wählte eine Fläche in der Nähe des Wertholzplatzes Pfefferhöhe aus. Fischer schlug als geeignete Baumarten 150 Weißtannen und 50 Eiben für die Pflanzung vor.

Die Weißtanne als seltene heimische Nadelbaumart vereint die Vorteile, tiefwurzelnd und sturmfest zu sein, und sich dabei sehr harmonisch in Mischbestände einzufügen. Sie kann sehr alt mit beeindruckender Wuchsleistung werden und liefert wertvolles Holz.

Die ehemals heimische Wildeibe (nicht zu verwechseln mit Garteneiben) ist eine der seltensten Baumarten in Deutschland. Sie war im Mittelalter auf Grund ihres zähen und elastischen Holzes begehrt als Rohstoff für Bögen und Armbrüste. Wohl auch auf Grund der Giftigkeit aller Pflanzenteile, mit Ausnahme des Samenmantels, war sie bei den Kelten der Baum der Druiden und genoss daher eine besondere Stellung in der Mythologie.

Bei bestem Pflanzwetter unterstützten die beiden Forstwirtschaftsmeister Benjamin Pfetzing und Jonathan Jericho die Aktion und leiteten die Gonders bei der Pflanzung fachgerecht an. Mit sogenannten Hohlspaten wurden die Pflanzlöcher ausgehoben und die empfindlichen Wurzeln mit Erde „eingekrümelt“. Zum Schutz gegen Wildverbiss war die Pflanzfläche vorher mit einem Zaun „eingehegt“ worden. Die Erfahrung, das Pflanzarbeiten, nicht zuletzt auch, weil der Vogelsberg den „einen oder anderen Stein“ im Boden verbirgt, eine schweißtreibende Angelegenheit ist, konnte dabei auch gemacht werden. Als Lohn gab es im Anschluss von Beate Gonder ein deftiges Frühstück mit Salzekuchen, Kaffee und kühlen Getränken.

HessenForst und das Forstamt Romrod sagen „Danke“ an Familie Gonder und deren Freunde bei so viel Engagement für einen zukunftsfähigen Wald.

Ein älterer Mann kniet am Boden und pflanzt einen Baum. Er trägt Arbeitskleidung und Arbeitshandschuhe.

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