Sikawild: Alttier und Kalb vor abgestorbenen Birken.

Offene Projekte

„Zukunft Wald – Zukunft Wildpark“: Unterstützen Sie ein besonderes Baumpflanz-Projekt im Wildpark Alte Fasanerie Hanau. Hier sollen zum Schutz der Tiere und der Menschen klimaangepasste Baumpflanzungen erfolgen – als Schattenspender und für den Rückzug.

Das Projekt ist in drei Teilmodule aufgeteilt. Sie können uns entweder bei einem Teilprojekt unterstützen oder sich für alle Module engagieren, auch verteilt über mehrere Jahre.

„Zukunft Wald – Zukunft Wildpark“: Klimaangepasste Baumpflanzungen und Besucherlenkung im Wildpark Alte Fasanerie Hanau

Einführung / Hintergrund

Der Wildpark Alte Fasanerie in Hanau ist eines der bedeutendsten Natur- und Ausflugsziele im Rhein-Main-Gebiet. Auf einem weitläufigen Waldgelände erleben jährlich weit über 200.000 Besucherinnen und Besucher heimische und ehemals heimische Wildtierarten in naturnah gestalteten Anlagen. Besonders Familien, Schulklassen und naturinteressierte Menschen nutzen den Wildpark als Ort der Erholung, Umweltbildung und Naturbegegnung.

Der Wildpark verbindet Tierhaltung, Artenschutz, Waldpädagogik und Naherholung auf besondere Weise. Die weitläufigen Waldflächen mit ihrem alten Baum- und Waldbestand prägen maßgeblich den Charakter der Anlage und schaffen sowohl für die Tiere als auch für die Besucher ein einzigartiges Naturerlebnis.

Gerade diese alten Waldbereiche stehen jedoch zunehmend unter Druck. Die Auswirkungen des Klimawandels sind inzwischen deutlich sichtbar: Langanhaltende Trockenheit, extreme Hitzeperioden und Wetterextreme führen zu einem massiven Absterben alter Eichen und Rotbuchen. Viele der bisherigen Schattenspender verlieren ihre Vitalität oder müssen aus Gründen der Verkehrssicherung entfernt werden.

Dadurch entstehen gleich mehrere Herausforderungen:

  • Den Tieren fehlen zunehmend natürliche Schatten- und Rückzugsräume.
  • Für Besucherinnen und Besucher gehen wichtige schattige Aufenthaltsbereiche verloren.
  • Wertvolle alte Habitatbäume mit hoher ökologischer Bedeutung geraten unter Druck.
  • Der Pflege- und Verkehrssicherungsaufwand im gesamten Park steigt erheblich an.

Um den Wildpark langfristig klimaresilient, artenreich und als attraktiven Erholungsraum zu erhalten, sollen mehrere nachhaltige Teilprojekte umgesetzt werden. Hierfür werden Spenden- und Fördermittel benötigt.

Wisentkuh mit Kalb
Wisent-Kuh mit frisch geborenen Kälbchen.

Teilprojekt 1: Neue Schattenbäume in den Tiergehegen

In den folgenden Gehegen sterben zahlreiche Altbäume ab:

  • Wisenten
  • Rotwild
  • Sikawild
  • Rehwild
  • Muffelwild
  • Heckrindern
  • Rotem Höhenvieh

Für die Tiere fehlen dadurch zunehmend natürliche Schatten- und Rückzugsbereiche, das sehr belastend ist. 

Rotwild in der Mittagshitze.
Auch für das Rotwild ist die Hitze sehr belastend, hier während der Mittagshitze ungeschützt.

Deshalb sollen insgesamt 250 bereits ca. 1,50- 2 Meter große Bäume gepflanzt werden, um möglichst schnell neue schattenspendende Strukturen zu schaffen.

Geplant sind klimaangepasste und ökologisch wertvolle Baumarten wie:

  • Roteiche
  • Esskastanie
  • Walnuss
  • Schwarznuss
  • Sommerlinde
  • Baumhasel

Die Baumarten wurden bewusst gewählt, weil sie:

  • hitze- und trockenheitsresistenter sind,
  • langfristig stabile Gehölzstrukturen bilden,
  • Blüten und Früchte für Insekten und Wildtiere bieten,
  • die Biodiversität im Wildpark fördern.

 

Schutz der Pflanzungen

Da die Pflanzungen innerhalb der Tiergehege erfolgen benötigen die jungen Bäume einen besonderen Schutz gegen Verbiss und Beschädigungen. Jeder Baum erhält deshalb einen stabilen Schutz, beispielsweise durch sogenannte „Baumwächter“ mit einer Höhe von etwa 1,50 Metern. 
Die Pflanzungen werden auf 3 Jahre verteilt

Junge Kastanie im Regen wird von einem Holzgerüst aus drei Hölzern und einem Verbissschutz aus Draht gestützt und geschützt.
Beispiel für Baumschutz: Holzstab mit Fressschutz in Nordhessen an einer Kastanie.

Des Weiteren würden wir für ein Teil der Bäume als Schutz in trockenen Phasen Wassersäcke mit einem Volumen von 75 Liter beschaffen (ca. 50 Stück). 

Wassersack an Baum.
Wassersäcke ermöglichen die besonders für junge Bäume wichtige Tröpfchenbewässerung.

Zum Projektumfang gehören:

  • Baumkauf
  • Transport
  • Pflanzung mittels Kleinbagger
  • Baumschutz
  • Erstpflege
  • Wassersäcke

 

Kosten

Die Gesamtkosten pro Baum inklusive Schutz, Wassersack und Pflanzung betragen ca. 200 € pro Baum (jeweils zzgl. MwSt.)

Maßnahme Projekt 1: Schattenbäume in TiergehegenKosten (in €; pro Stck.)AnzahlSumme (€)
Bäume (Heister, ca. 1,50- 2 m hoch) inkl. Pflanzung12025030.000
Dreibock („Baumwächter“, ca. 1,5 m5025012.500
Wassersäcke (75 l)30501.500
zzgl. Transport, Erstpflege  4.000 -5.000
Gesamtkosten Teilprojekt 1  ca. 50.000

 

Teilprojekt 2: Klimastabile Baumpflanzungen entlang der Besucherwege

Auch außerhalb der Wildgehege müssen zahlreiche neue Bäume gepflanzt werden. Der historische Altbestand aus Eichen und Rotbuchen leidet massiv unter den klimatischen Veränderungen und fällt vielerorts aus.

Jedoch sind gerade an stark besuchten Wochenenden besonders die schattigen Wege und Aufenthaltsbereiche für Familien und Erholungssuchende von großer Bedeutung. 

Frisch gefällte Stucken im Wildpark
Frisch gefällte Stucken im Wildpark.

Deshalb sollen in den kommenden zwei Jahren entlang der Wege insgesamt 1.000 neue klimaangepasste Jungbäume, ca. 50 cm groß, eingebracht werden.

Geplante Baumarten:

  • Roteiche
  • Walnuss
  • Haselnuss
  • Zeder
  • Hainbuche
  • Lindenarten

Die Pflanzungen tragen dazu bei:

  • langfristig neue Schattenspender aufzubauen,
  • die Aufenthaltsqualität für Besucher zu erhalten,
  • die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegenüber Klimaveränderungen zu erhöhen,
  • die Artenvielfalt zu fördern.

Die Baumarten müssen stellenweise gegen die Wildparkbesucher geschützt werden, weil einige Leute die kleinen Bäume aus dem Boden reißen. Für größere Bereiche, ab 100 Bäume, werden Hordengatter aus Holz beschafft, insgesamt 200 Laufmeter.

Forstwirte beim Horden-Gatterbau.
Hordengatter-Bau ist Handarbeit.

Für Einzelbäume in gefährdeten Bereichen werden 500 Einzelschützer aus Holz beschafft.

Maßnahme Projekt 2: Klimastabile Baumpflanzungen entlang der WegeKosten (in €; pro Stck. / lm)Anzahl / LängeSumme (€; zzgl. MwSt.)
Pflanze inklusive Pflanzung:5,00 / Stck.1.000 Stck.5.000
Hordengatter pro Laufmeter7,5 / lm200 lm1.500
Einzelschützer  4 / Stck.500 Stck.2.000
    
Gesamtkosten Teilprojekt 2  8.500

 

Teilprojekt 3: Besucherlenkung und Schutz wertvoller Altbäume

Kind legt aus Blättern am Boden ein grünes Herz.
Seit Jahren finden in Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau im Wildpark Hanau erfolgreich Ferienspiele statt.

Der Wildpark zeichnet sich durch einen außergewöhnlich wertvollen und alten Waldbestand aus. Viele alte Eichen und Rotbuchen besitzen wichtige Totholzstrukturen und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pilz- und Insektenarten. Gleichzeitig besteht entlang der Besucherwege eine hohe Verantwortung für die Verkehrssicherung.

Um möglichst viele ökologisch wertvolle Altbäume erhalten zu können, sollen Besucherbereiche klar abgegrenzt und sensible Waldränder geschützt werden.

Geplant ist daher die Errichtung naturnaher Wegbegrenzungen aus:

  • Robinienstäben
  • Tauen

Besonders im Bereich der Spielplätze und Übergänge zu den Waldflächen sollen diese Abgrenzungen Besucher lenken und gleichzeitig den Erhalt alter Habitatbäume ermöglichen.

Totholz: Alte Bäume bieten für viele Arten einen unverzichtbaren Lebensraum.
Es lebt! Im Gegensatz zu dem, was der Name Totholz vermuten lässt, bedeuten die z. T. abgestorbenen oder sich im Verfall befindenden alten Bäume einen extrem artenreicher Lebensraum und sind ein zentraler Begriff in der Ökologie.

Kosten

Die Kosten betragen ca. 12 € pro Laufmeter. Wir benötigen ungefähr für 1,7 Kilometer Stäbe und Taue. Für die Umsetzung wird eine Projektsumme von insgesamt 20.000 € kalkuliert.

 

Gesamtprojektvolumen

TeilprojektKosten Summe (€, zzgl. MwSt.)
  1. Schattenbäume in Tiergehegen*
50.000
  1. Klimastabile Baumpflanzungen entlang der Wege*
8.500
  1. Besucherlenkung und Schutzmaßnahmen
20.000
  
Gesamtkosten  78.500

* Die beiden Pflanzprojekte 1 und 2 würden über zwei Jahre aufgeteilt werden

Fazit

Mit dem aus verschiedenen Perspektiven wichtige Projekt „Zukunft Wald – Zukunft Wildpark“ verbindet der Wildpark aktive Klimaanpassung mit Tierwohl, Artenschutz und nachhaltiger Besucherlenkung.

Die Maßnahmen

  • schaffen neue Schattenbereiche für Tiere und Menschen,
  • sichern langfristig den Fortbestand des Waldbestandes,
  • fördern Insekten und Biodiversität,
  • erhalten wertvolle Alt- und Habitatbäume,
  • machen aktiven Natur- und Klimaschutz unmittelbar erlebbar.

 

Dabei sind wir auf die Unterstützung durch Spenden oder eine Sponsoringpartnerschaft angewiesen, denn zur Umsetzung der Maßnahmen ist der Wildpark auf diese Fördermittel angewiesen.

Jede Unterstützung hilft dabei,

  • neue klimaresiliente Bäume zu pflanzen,
  • wertvolle Lebensräume zu erhalten,
  • Tierwohl und Artenvielfalt zu fördern,
  • den Wildpark als naturnahen Erholungsraum für kommende Generationen zu sichern.

Mit Ihnen gemeinsam gestalten wir den klimastabilen und artenreichen Wald/Wildpark der Zukunft!

Herzplatte aus Kuchenteig an altem Baum, in das das Wort „Natur“ von einer Hand mit einem kleinen Stöckchen hineingeritzt wird.
Ein Herz für den Wildpark Hanau.

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