Bäume werden gezählt und vermessen ─ Experten prüfen die Nachhaltigkeit und planen für die Zukunft: Auf rund 6.000 Hektar Staatswald im Forstamt Jesberg erfolgt aktuell die mittelfristige Forstbetriebsplanung. Sie stellt die Weichen für die Entwicklung des Waldes innerhalb der nächsten 10 Jahre.
Zum Auftakt der mittelfristigen Forstbetriebsplanung informierte HessenForst am 07. Mai alle an der Waldwirtschaft interessierten Gruppen über das Verfahren. Zur Veranstaltung in der Kellerwaldhalle in Jesberg waren örtliche Vertreter insbesondere aus den Bereichen Naturschutz, Sport, Holzverwendung, Tourismus und Jagd eingeladen. Ihnen wurde erläutert, was die neue Forstbetriebsplanung für den Staatswald vor ihrer Haustür bedeutet.
Gleichzeitig hatten die eingeladenen Gäste die Möglichkeit, ihre Anliegen an die Staatswaldbewirtschaftung vorzutragen und die Einstellungen anderer Interessengruppen kennenzulernen. Der Dialog zwischen den einzelnen Akteuren sowie mit dem Forstamt Jesberg war ein Ziel der Veranstaltung.
Die Hinweise der an der Waldbewirtschaftung interessierten Gruppen sind für das Forstamt Jesberg von besonderer Bedeutung, denn HessenForst berücksichtigt bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes mehrere Ziele: Holznutzung, Naturschutz, Waldpflege, Erholung und weitere Funktionen sind in Einklang zu bringen.
Durchführung der mittelfristigen Betriebsplanung
Die mittelfristige Forstbetriebsplanung wird in allen hessischen Wäldern im Turnus von 10 Jahren durchgeführt. Sie ist im hessischen Waldgesetz und in verschiedenen Verordnungen und Geschäftsanweisungen geregelt. Grundlage des Verfahrens ist die Inventur im Wald: Wichtige Informationen werden erfasst und ausgewertet, um als Grundlage für die anschließende Planung zu dienen.