So geschehen kurz nach den diesjährigen Osterfeiertagen. Mitarbeiter des Forstamtes Reinhardshagen entdeckten von einem Tag auf den anderen größeren Mengen illegal entsorgten Müll mitten im Wald, in größerer Entfernung von öffentlichen Straßen. In einem Fall wurden die Täter bei der Entsorgung zufällig durch die Revierleitung erwischt, wie sie gerade Elektroschrott entsorgen wollten.
Die Müllmengen entsprechen einem Volumen, die nur in einem Kleintransporter oder größeren PKW-Anhänger dorthin transportiert werden konnten.
„Das Verhalten solcher Menschen ist unbegreiflich und macht mich fassungslos. Wer schon den Müll aufgeladen hat und sich die Mühe macht, diesen in den Wald zu fahren, der könnte ihn doch gleich zur Mülldeponie fahren“, so Klemens Kahle vom Forstamt Reinhardshagen.
„Fuchs, Waschbär und Wildschweine werden von dem stinkenden Müll angelockt und suchen darin nach fressbarem. Für die Tiere besteht die große Gefahr, dass sie sich dabei verletzten, Gegenstände verschlucken und daran qualvoll sterben können“, so Klemens Kahle weiter.
Leider kommen die Täter meist ungeschoren davon. Dennoch müssen solche Taten regelmäßig öffentlich gemacht werden, um das Umweltbewusstsein zu schärfen und Nachahmern zu warnen. Wer erwischt wird begeht eine Ordnungswidrigkeit nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und diese kann eine Geldbuße bis zu hunderttausend Euro nach sich ziehen. Auf jeden Fall wird es wesentlich teurer als die fachgerechte Entsorgung auf einer Mülldeponie.
Das Forstamt ist entsorgungspflichtig. So entstehen jährlich Kosten für den Entsorgungsaufwand zwischen 10.000 und 20.000 EUR. Um den Tätern auf die Spur zu kommen wird nach datenschutzrechtlicher Prüfung erwogen, punktuell an den „beliebtesten“ Ablagerungsstellen, dies sind in der Regel gut erreichbare Waldeinfahrten oder Waldparkplätze, Überwachungskameras einzusetzen.
Sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung illegaler Müllentsorgung beitragen können nimmt das Forstamt Reinhardshagen unter Tel.: 05544-9510-0 oder E-Mail forstamtreinhardshagen@forst.hessen.de entgegen.
Gez.
Klemens Kahle